Bergfest
Soooo viel Angebot
30.03.2022
Es gibt so viele Yogalehrende auf dem Markt. Ein wirklich gesättigter Markt. Da ist es schwierig ein Alleinstellungsmerkmal zu finden oder eine Nische, in die man passt.
Ich stelle mich nicht gerne dar oder mach groß Werbung und dann wird es ganz schwierig. Ich habe eine super Ausbildung erhalten und bemühe mich all mein Wissen in meinen Unterricht fließen zu lassen, sodass meine Übenden eine tolle und entspannte Zeit haben, um sich wieder zu spüren.
Aber das sagen vermutlich alle Yogalehrende und woher sollen die Teilnehmenden wissen, dass es wirklich so ist. Man probiert ja nicht unzählig viele Stunden aus, bevor man sich entscheidet. Sondern vielleicht immer mal wieder und wenn es passt, dann bleibt man dort. So ging es jedenfalls mir.
Ich habe meine Zertifikate an Fitnessstudios und Yogastudios in der Umgebung geschickt, weil die vielleicht noch Bedarf an weiteren Stunden haben oder Vertretungen gebrauchen könnten. Aber in Zeiten wie diesen, müssen auch sie schauen, dass überhaupt Mitglieder kommen bzw. können nur mit begrenzten Teilnehmerzahlen üben, sodass kein Raum für zusätzliche Stunden und Ausgaben ist.
Mmh, dass ist wie bei Bewerbungen für andere Jobs, wenn viele Absagen reinkommen demotiviert das und lässt einen an sich selbst zweifeln. Es kommen negative Glaubenssätze auf, wie „ich bin nicht gut genug“ oder „die anderen sind besser als ich“. Und genau an dem Punkt ist es wichtig, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Was macht mich aus und warum habe ich mit Yoga begonnen, was macht mir Freude daran?
Diese Fragen halte ich mir immer wieder vor Augen. Ich habe auch mal den Satz von einem lieben Menschen mitbekommen, wenn es von Herzen kommt, kommen auch die Teilnehmer und so vertraue ich darauf, dass ich mit meinem Unterricht meinen Teilnehmenden eine wertvolle Zeit schenke. Und auch, wenn der Markt voll von tollen, anderen Yogalehrenden ist und ich vielleicht nicht die Nische finde, die noch übrig ist, gebe ich die Stunden, die reinkommen von ganzem Herzen gerne und mit allem was ich habe, sodass ich weiter Erfahrung sammle und auch die Vielfalt an Teilnehmenden und deren Bedürfnisse kennenlerne.
Gedanken zum Wochenende
Lebenslanges Lernen
18.03.2022
Nachdem ich im Dezember meine Ausbildung abgeschlossen habe und danach fleißig Yogastunden gegeben habe, habe ich jetzt mal gesucht, was mich noch interessiert.
Im April besuche ich zwei, wie ich finde, ganz tolle Fortbildungen.
Mitte April schaue ich mir an, wie und was Kinesiotaping bewirken kann. Seit meiner Handballzeit schwöre ich darauf. Angelegt von einem Profi hat es bei meinen Rückenbeschwerden wirklich sehr geholfen. In der Fortbildung bekomme ich hoffentlich einen Einblick in die Wirkweisen und kleinere Anleitungen, wie ich das Tape auch anlegen kann. Sei also gespannt.
Die zweite Fortbildung ist Ende April in Hamburg. Hier geht es um Yoga und Trauma. Ein interessantes Feld. Diese Fortbildung ist der Grundstein, dass ich soziales Yoga anbieten darf. Im Link unten findet ihr einen gemeinnützigen Verein, der sich darauf spezialisiert hat, verschiedenen Gruppen Yoga zugänglich zu machen, die nicht in eine reguläre Yogastunde kommen können. Ein ganz tolles Projekt, was in Hamburg ins Leben gerufen wurde und auch hier in München die ersten Ausläufer hat. Ich freue mich mehr in diesem Feld zu erfahren.
Ihr seht also, mir wird es nicht langweilig. Mit diesen beiden Fortbildungen erweitere ich meinen Horizont und begebe mich auf ganz neue Spuren.
Die Neugier siegt manchmal ;)
Öfter mal mutig sein
Ins kalte Wasser springen
15.03.2022
Letztes Wochenende durfte ich eine Vertretungsstunde in einem Fitnessstudio in München geben. Ich hatte erst wenige Wochen zuvor meine Unterlagen abgegeben und war noch nie dort. Alexandra, die Betreiberin, vertraute mir, obwohl sie mich noch nie gesehen hatte und nur meine Zertifikate kannte. Ich habe mich sehr gefreut und war wirklich aufgeregt, was mich erwarten würde.
Ich kam dort an, ich war viel zu früh, weil ich mich ja nicht auskannte und auf keinen Fall in Hektik ankommen wollte. Ich wurde nett empfangen und herum geführt – ganz tolles Studio. Ich habe mich gleich wohl gefühlt. Der Yogaraum war sehr hell und die Dachterrasse, auf der im Sommer Yogastunden gegeben werden, ist traumhaft.
Es war Sonntagvormittag um 11 Uhr und ich dachte mir, mmh da werden nicht viele kommen. Es war so tolles Wetter draußen. Es kamen sogar 10 Ladies und wir hatten eine tolle Yogastunde.
Es waren ganz nette Damen und ich bin wirklich froh, dass ich ins kalte Wasser gesprungen bin und die Yogastunde gegeben habe.
Das erweitert meinen Horizont und ich gewinne Sicherheit in meinen Stunden. Außerdem treffe ich immer wieder neue Menschen und neue Ansichten und Impulse. Auch das ist unglaublich hilfreich zu wachsen und sich zu entwickeln.
Die Abwechslung zu einem festen Kurs mit gleichen Teilnehmenden ist auch nicht zu verachten, das schult das Auge und man wird kreativ, wenn eine Abfolge nicht so gut klappt.
Gedanken zum Wochenende
Akupressurmatte oder das Nagelbrett
04.03.2022
Während meiner Ausbildung hatte ich von Akupessur mal in einem Pausengespräch gehört - aktiv damit beschäftigt hatte ich mich davor nicht damit. Aber danach habe ich mal ein bisschen gesucht und wollte es gerne mal ausprobieren - diese positiven Entwicklungen in Bezug auf den Schlaf und meine Rückenschmerzen wollte ich auch erfahren.
Ich habe mich für eine Shaktimat entschieden. Diese ist zwar nicht ganz günstig, aber wird in Indien fair produziert. Indische Frauen werden hier unterstützt und können in Sicherheit ihren Lebensunterhalt für sich und ihre Familien verdienen. Diesen Aspekt fand ich sehr gut und wollte es mit dem Kauf unterstützen. Schaut gerne mal auf die Website (Link unten).
Die Matte kam und die Spitzen waren wirklich sehr spitz. Shaktimat hat kleine Einführungsvideos erstellt, sodass es wirklich kinderleicht ist die Matte kennenzulernen. Die ersten Tage habe ich es nur 1 oder 2 Minuten drauf ausgehalten, von Entspannung konnte keine Rede sein. Dann habe ich angefangen währenddessen zu lesen und mich abzulenken, dann ging es schon besser und länger. Ich habe sie jeden Tag 10 Minuten abends im Bett genutzt und ich konnte feststellen, dass ich etwas besser schlief. Meine Rückenschmerzen waren dadurch auch weniger geworden.
Ob wissenschaftlich belegt oder nicht. Letztlich ist es für mich zu einer Art Ritual vor dem Schlafengehen geworden und mein Körper erkennt: noch auf die Matte und dann schlafen.
Mittlerweile liege ich 22 Minuten auf der Matte und kann auch die Ablenkung reduzieren, sodass ich Atemübungen mache oder eine geführte Meditation anhöre. Mein Schlaf hat sich verbessert, wenngleich es natürlich immer noch Nächte gibt, in denen ich überhaupt nicht schlafen kann, weil mich etwas beschäftigt oder umtreibt.
Die anfängliche Neugier hat sich für mich ausgezahlt und ich bin begeistert von meinem Nagelbrett :)
Bergfest
Fastenzeit
02.03.2022
Heute beginnt die Fastenzeit. 40 Tage lang wollen wir auf etwas verzichten oder etwas weglassen. Aber ist es wirklich ein Verzicht oder kann es auch positive Bereicherung sein? Ich habe gemerkt, dass ich mich täglich mehr bewegen muss. Durch Homeoffice und der sehr kurzen Wege in der Wohnung kommen nicht viele Schritte zusammen. So habe ich mir für die Fastenzeit überlegt, dass ich jede Woche 70.000 Schritte schaffen möchte. Dadurch lerne ich meine Umgebung noch besser kennen und tue gleichzeitig etwas für meine Gesundheit. Und so verzichte ich vielleicht jeden Tag auf eine Stunde auf der Couch lümmeln und gewinne aber Zeit für mich.
Wie so oft ist es eine Frage der Perspektive.
Die Fastenzeit ist ja auch etwas, für was wir uns aktiv entscheiden und damit ist der erste Schritt schon getan. Wenn wir dann noch etwas finden, wo wir auch eine positive Bereicherung erkennen können, dann ist es doch etwas, worauf wir gerne eine zeitlang verzichten wollen.
Hast Du Dir auch etwas für die Fastenzeit vorgenommen? Vielleicht mehr Zeit für Dich, öfter meditieren oder etwas an der Ernährung ändern?
Gedanken zum Wochenende
Warum ein Kakao Ritual?
25.02.2022
Am Ende meiner Basisausbildung war eine Kakao Zeremonie Teil des letzten Tages. Ich hatte zuvor noch keine mitgemacht und war sehr gespannt darauf. Eine Teilnehmerin führte uns durch das Ritual und am Ende fühlte ich mehr sehr losgelöst, befreit und beschwingt zugleich. Auch, wenn mir mein Kakao nicht gut gelungen ist und leider nicht schmeckte.
Anfang des Jahres ist mir während der Vorbereitung einer Yogastunde wieder dieses Gefühl und die Zeremonie eingefallen. Und ich dachte mir, das möchte ich weitergeben.
Losgelöst und zufrieden mich sich - eine zeitlang nur sein zu dürfen. In der hektischen Welt nur schwer möglich und im Alltag nur allzu leicht zu vergessen. Diesen Zustand wollen wir uns zusammen mit dem Kakao wieder ins Gedächtnis rufen.
Mithilfe unserer Sinne nehmen wir uns Zeit wirklich wahrzunehmen und den Kontakt zu uns und unserem Körper wieder zu stärken.
Wir sehen, fühlen, riechen und schmecken den Kakao. Sei offen und neugierig, was entsteht und lass Dich auf den Moment ein.
Der zeremonielle Kakao kommt aus Guatemala und die wunderbare Ava von avaalchemy.com hat ein tolles Projekt gestartet. Indigene Frauen, die den Kakao herstellen, werden unterstützt. Dieses Projekt ist eine tolle Bereicherung. Hier wird in sorgfältiger Handarbeit der zeremonielle Kakao herstellt. Lebendiger kann ein Produkt nicht sein - perfekt für eine Zeremonie.
Schaut gerne auf der Website oder Instagram bei Ava vorbei, um mehr über das Projekt zu erfahren.
Gedanken zum Wochenende
Vorfreude - Kakao erleben
18.02.2022
Diese Woche habe ich mich mit meinem Spezial im März, der Kakao Zeremonie, beschäftigt. Es ist sehr spannend zu lesen, wie andere dieses Erlebnis gestalten und welche Möglichkeiten es gibt.
Ich habe schon mal den Kakao aus Guatemala bestellt und eine erste Tasse probiert. Toller, unerwarteter Geschmack - ich bin schon gespannt was meine Teilnehmenden dazu sagen werden. So ganz anders als ich es mir vorgestellt habe und ganz anders als meine Erwartungshaltung war. Vielleicht verbindet der ein oder andere auch den Geschmack von Kaba aus der Vergangenheit mit diesem Ereignis, ich auch - aber "echter" Kakao schmeckt doch etwas anders.
Ich habe mir schon einen, wie ich finde, ganz tollen Ablauf überlegt. Die vielen Ideen, die ich gefunden habe, habe ich mal zusammen geschrieben und versucht meinen Weg des Rituals zu finden. Es ist noch etwas Zeit bis Mitte März und so kann ich den Ablauf gedanklich manifestieren und nochmal anpassen, wenn es doch nicht mehr so stimmig ist.
Solltest Du Lust haben dabei zu sein - meld Dich gerne bei mir.
Gedanken zum Wochenende
Toleranz - lat. tolerare
04.02.2022
Meine Gruppe während der Yogaausbildung trifft sich einmal im Monat zum virtuellen Austausch. Wir hatten während der Ausbildungszeit so tolle Gespräche über Philosophie und Themen mit Yogabezug, dass wollten wir nach dem Ende der Ausbildung gerne weiterführen. So vereinbarten wir, dass wir jeden Monat einen festen Termin haben, an dem wir uns zusammen telefonieren und meditieren und Gespräche führen. Jedes Treffen wird einem bestimmten Thema gewidmet. Eine oder zwei Ladies leiten den Abend und bereiten das Thema etwas vor, wobei der Austausch natürlich von allen kommt. Im Februar wird "Toleranz" das Thema dieses Treffens sein und so habe ich mich diese Woche damit etwas eingehender beschäftigt.
Was bedeutet für mich Toleranz? Ich denke, für mich heißt tolerant sein, etwas oder jemanden annehmen, mit all den Facetten die damit einhergehen. Das bedeutet auch, dass ich es annehme, wenn es nicht in mein Weltbild passt, wenn also meine Sichtweise eine ganz andere auf die Dinge ist. Wobei hier natürlich nicht gemeint ist, dass man es annehmen muss, wenn Grenzen der Toleranz überschritten werden (z.B. jemand wird aufgrund seiner Ansichten aktiv ausgegrenzt).
In den Prinzipien der Toleranz der Unesco wird Toleranz als "Harmonie über Unterschiede hinweg" bezeichnet. Das finde ich eine sehr schöne Beschreibung. Machen es nicht gerade diese Unterschiede auch interessant? Ich lerne andere Blickwinkel, andere Meinungen und Argumente kennen und das bereichert doch auch ungemein. Daher finde ich, ist Offenheit auch ein Merkmal für Toleranz. In unseren Gesprächen fördern wir den offenen Austausch und sind tolerant anderen Meinungen gegenüber.
Was sind für Dich Merkmale von Toleranz? Wo beginnt sie und wo hört sie für Dich auf? Achte am Wochenende gerne mal darauf, wann du intolerant und bewertend bist - was ist der Auslöser und könntest Du auch anders reagieren?
Gedanken zum Wochenende
Erdung - was verstehe ich darunter?
28.01.2022
Mmh diese Woche habe ich mich mit dem Thema Erdung beschäftigt. Was bedeutet Erdung für mich? Ich versteh darunter sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Nach einer Yogastunde in der Schlussentspannung auf meiner Matte zu liegen und einfach nur zu sein, dass ist Erdung für mich. Ich bin dann ganz bei mir und versuche wirklich meinen Körper wahrzunehmen und zu spüren. Im besten Fall ist dann mein Gedankenkarussell vom Tag ganz langsam geworden, nichts außer die Meditation am Ende der Stunde ist dann wichtig.
Manchmal benutze ich auch in meinen eigenen Yogastunden die Metapher: „Lass gedanklich Wurzeln an den Berührungspunkten mit der Erde in die Erde wachsen“. Ganz am Anfang meiner Reise, als Yogaschülerin, habe ich nicht wirklich gewusst, was ich damit anfangen sollte. Sollte ich mir wirklich Wurzeln, wie bei einem Baum, vorstellen? Oder vielleicht sogar Wurzeln, die aus meinen Sitzbeinhöckern in die Erde wachsen. Ein wirrer Gedanke 😉
Jetzt stelle ich mir zwar immer noch einen Baum mit Wurzeln vor, aber viel wichtiger als die Wurzeln, ist die Energie, die die Bäume aus der Erde nehmen um zu wachsen. Diese Energie versuche ich durch meinen Atem – mein Prana – in meinen Körper aufzunehmen. Da finde ich die Vorstellung, dass der Erdkern sehr heiß ist und Wärme Energie erzeugt sehr hilfreich. Und auch ein warmer Lavastrom, der langsam und zäh fließt, hilft, dass mein Atem langsamer und gleichmäßiger wird.
Erdung gibt mir Halt und Stabilität, sodass ich nicht abhebe. Und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren ist auch entscheidend, um den Blick zu klären und seine Gedanken zu ordnen. So lassen sich Alternativen finden und neue Ansätze kreieren .
Was ist für Dich Erdung? Stellst Du Dir auch wirkliche Wurzeln von Bäumen vor oder hast Du eine andere Affirmation zu Erdung?
Gedanken zum Wochenende
Mehr Beharrlichkeit beim Üben - Alasya
21.01.2022
Während meines Weihnachtsurlaubs war ich voller Elan und habe regelmäßig Yoga geübt oder meditiert und mich viel mit Philosophie beschäftigt. Kaum hat mich der Arbeitsalltag wieder, nimmt auch meine Zeit fürs Üben und meditieren ab. Abends, wenn ich aus der Firma heimfahre, dann nehme ich es mir fest vor, noch wenigstens ein paar Minuten auf die Matte zu gehen. Daheim angekommen, ist die Couch schon sehr verlockend. Die Tage, gerade am Monatsanfang, schlauchen sehr, Monatsabschluss, viele Abstimmtermine, lange Arbeitszeiten. Da wäre ein Moment zum Meditieren, zum Herunterfahren wunderbar.
Und doch ist es manchmal eine echte Überwindung. Nicht immer ist der Yogaweg kerzengerade, wie im echten Leben können auch Kurven drin sein oder Steigungen, die ihn etwas schwerer machen. Auch im Patanjali wird dieses Phänomen in Yogasutra 1.30 und den neun Hindernissen auf dem Yogaweg behandelt. In meinem Fall wäre es wohl alasya = Trägheit oder Faulheit. Ich weiß, dass das Üben für die Yogapraxis wichtig ist, allerdings läuft mir diese Aufgabe ja nicht weg, sodass ich sie auch später noch tun kann. Als ich bemerkt habe, dass meine eigene Praxis etwas unter meiner Faulheit leidet bin ich dazu übergegangen, dass ich mich wenigstens zum Meditieren auf die Matte begebe und wenn ich schon mal sitze lass ich danach einfach die Bewegungen kommen, mal sind es nur ein paar herabschauende Hunde im Flow mit der Katze, mal bleibe ich länger und übe mehr. So schleicht sich die Gewohnheit ein und das ist es doch, was wir ändern wollen, unsere Gewohnheiten.
Als Erinnerung kann es auch helfen, sich feste Termine in den Kalender einzutragen, quasi Verabredungen mit mir selbst. Es kann auch ein Gruppenkurs sein, aber wer es flexibler mag und nicht an Zeit und Tag gebunden sein möchte, kann die Termine in seinen Kalender eintragen, wie es die jeweilige Woche am besten passt. Vielleicht mit der Vorgabe jede Woche 3 Termine, sodass es sich nicht einschleift, die Termine zu „vergessen“ oder zu reduzieren, bis sie ganz verschwinden.
Auch bei Patanjali gab es schon Hindernisse und wenn wir diese als solche erkennen und wahrnehmen, sind wir schon ein Stück weiter auf dem Weg. Wenn wir dann noch, nach und nach unsere Gewohnheiten anpassen und sehen, dass es uns auch gut tut, dann wird auch die Steigung weniger.
Vielleicht nutzt Du die Zeit am Wochenende, um in Deinem Kalender Zeit für Dich zu reservieren, zum Meditieren, zum Yoga üben oder für was immer Du gerne Deine reservierte Ich-Zeit verwenden magst.
Gedanken zum Wochenende
In allem etwas Schlechtes finden - Satya
14.01.2022
Ich habe mir einen Beitrag über Recycling von Altkleidern einer Schweizer Firma angesehen. Die Firma näht aus Kleidern, die in der Altkleidersammlung gelandet sind, neue und bringt diese in eigenen Läden in der Schweiz wieder in den Umlauf. Tolle Idee, wie ich finde. Dann lese ich einige Kommentare unter dem Beitrag, einige freuen sich über den neuen Nutzen, andere finden den Gedanken dahinter super und dann gibt es noch Menschen, die es nicht gut finden, nur Geldmacherei sehen oder das Konzept nicht gut finden.
Menschen, die die Idee schlecht reden und das Gute, den neuen Denkanstoß, nicht sehen wollen oder können. Statt den guten Ansatz zu sehen, der noch weiterentwickelt werden kann, stürzen sie sich auf Dinge, die nicht gut sind, statt das große Ganze wahrzunehmen und anzuerkennen. In diesen Kommentaren werden auch selten konstruktive Meinungen zum Ausdruck gebracht, die zur Weiterentwicklung helfen würden. Bei mir selbst merke ich das auch, dass ich erstmal nicht den Aufwand anerkenne, sondern gleich das Problem oder das Störende finde.
Woher kommt dieses Suchen nach dem Haar in der Suppe? Ist es die eigene Unzufriedenheit und erhofft man sich durch das „schlecht-machen“ von anderen, dass es einem selbst dadurch besser geht? Oder ist es Neid, weil jemand über den Tellerrand schaut und mit der Idee auch noch anderen Menschen hilft?
Aus yogischer Sicht kommt hier auch unser Thema vom letzten Wochenende „Ahimsa“ wieder ins Spiel. Neben Ahimsa, also Gewaltfreiheit, ist hier auch Satya – Wahrhaftigkeit wichtig. Die Wahrheit in Kombination mit nicht-verletzen. Ich habe einen Artikel gefunden, in dem von verschiedenen Toren gesprochen wurde, durch die die Gedanken müssen, bevor sie ausgesprochen werden.
Das erste Tor stellt die Frage, ob die Worte wahr sind. Das zweite Tor fragt nach der Notwendigkeit. Drittens stellt den richtigen Zeitpunkt für diese Worte in den Mittelpunkt. Und das letzte Tor fragt, ob die Worte in einer positiven und freundlichen Weise gesagt werden können. Sollte die Antwort bei einem dieser Tore nein sein, dann ist es besser aus den Gedanken keine Worte entstehen zu lassen.
Das finde ich eine tolle Idee, auch in Bezug auf das Thema in allem etwas Schlechtes finden.
Vielleicht können wir das Wochenende nutzen, um einfach nur wahrzunehmen, wann wir automatisch das Schlechte suchen. Wenn wir das bemerken, dann können wir uns im nächsten Schritt die Tor Übung ins Gedächtnis rufen. Wenn wir offen sind, dann inspirieren uns die Ideen von anderen vielleicht auch zu etwas Neuem.
Gedanken zum Wochenende
Verständnis aufbringen - Ahimsa
07.01.2022
Verständnis – diese Woche habe ich viel darüber nachgedacht. Zum einen, weil mir in der ein oder anderen Situation Verständnis entgegengebracht wurde, was diese Woche gefühlt gehäuft vorkam. Zum anderen, weil auch ich diese Woche mit Themen konfrontiert wurde, in denen ich Verständnis aufbringen musste, was mir nicht immer leicht fiel.
Was bedeutet eigentlich Verständnis? Laut Dudendefinition ist es die Fähigkeit jemanden oder etwas zu akzeptieren. Akzeptieren wäre in dem Fall dann jemanden oder etwas in ihrer Eigenart anzunehmen.
Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, was Verständnis mit dieser Definition im yogischen Sinn sein könnte.
Ahimsa (Gewaltlosigkeit) ist mir in diesem Zusammenhang eingefallen. Eines der fünf Yamas (also das Verhalten im Umgang mit anderen Menschen). Gewaltlosigkeit nicht nur in Taten, sondern auch Worte und Gedanken zählen dazu. Und hier kommt Verständnis ins Spiel. Jemandes Meinung annehmen oder akzeptieren, auch wenn man selbst nicht der gleichen Meinung ist. Nicht gleich denken oder sagen, es ist kompletter Blödsinn, das würde gegen Ahimsa sprechen.
Ich kann mir die Meinungen und Gedanken eines anderen anhören, offen sein für sie und reflektieren. Es auch einfach mal stehen lassen ohne direkt in die Konfrontation zu gehen. Verständnis ist für mich auch, dass der Mensch hinter dieser unterschiedlichen Meinung mir trotzdem wichtig ist und ich ihn nicht auf diese reduziere.
Wie wäre es, diese positive Eigenschaft – Ahimsa – im Umgang mit uns und unseren Mitmenschen zu pflegen? Verständnisvoll und offen sein, um den eigenen Horizont zu erweitern.
Sankalpa - Intention, Wunsch
01.01.2022
Ich habe mir als Yogalehrerin mal Gedanken gemacht, was meine Intention als solche ist. Warum unterrichte ich Yoga und was möchte ich in meinen Stunden weitergeben.
Nach meinen ersten paar Yogastunden, die ich einmal die Woche besucht hatte, habe ich wahrgenommen, dass es mir wirklich gut tat dorthin zu gehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich gerade meinen Job innerhalb der Firma gewechselt, es gab viel zu tun und manchmal auch interne Reiberein, die sehr an meinen Nerven zerrten. Die 1,5 Stunden jeden Dienstagabend waren mein Anker, mein Kraftort um für den Rest der Woche gerüstet zu sein. Dieses Gefühl, welches in mir in den Yogastunden entstanden ist, möchte ich meinen Teilnehmenden vermitteln. Die Achtsamkeit auf die Yogaeinheit zu lenken und das Gedankenkarussell einen Moment zu „vergessen“. In der Kombination der Bewegungen mit der Atmung legt sich der Fokus automatisch darauf, sich mit sich selbst zu beschäftigen. In meinen Stunden möchte ich einen Kraftort für meine Teilnehmenden kreieren, der es ihnen ermöglicht sich ganz auf sich selbst und auf den eigenen Körper zu fokussieren. Sie sollen diesen wieder lernen zu spüren und auf seine Signale zu hören.
Was ist Dein Sankalpa, Dein innerer Wunsch für die Yogastunde oder den Alltag?
Neubeginn
Januar News
31.12.2021
Die Seite ist online, meine ersten, zaghaften Versuche :)
Neubeginn bedeutet für mich eine Mischung aus Spannung und auch etwas Angst. Spannung, weil etwas beginnt. Ich betrete neues Terrain und muss mich erst einmal finden. Das kann gut gelingen oder auch etwas zäh und Durchhaltevermögen verlangen. Angst, weil ich weiß, dass ich eine fundierte Ausbildung erhalten und gutes Handwerkszeug bekommen habe, aber dieses Wissen weiterzugeben und in meinen Stunden meinen Teilnehmenden zu vermitteln ist nochmal eine ganz andere Nummer.
Ich freue mich, mit Euch gemeinsam diesen Neubeginn, der auch noch so passend auf den Jahreswechsel fällt, zu starten.
Lasst mich gerne wissen, was Euch an meiner Seite gefällt oder was verbessert werden soll.
Mein neuer Onlinekurs startet am 20. Januar. Yoga üben, egal wo Du gerade bist.